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Presseinformation

Wissensaustausch der Kompetenzzentren im Süden

Krankenhaus Rummelsberg präsentiert Versorgungskonzept für Menschen mit Conterganschädigung und Bauprojekte

Schwarzenbruck - Die von der Conterganstiftung unterstützten multidisziplinären medizinischen Kompetenzzentren (MMK) dienen dem Ziel, sich zum Wohle der Menschen mit Conterganschädigung zu vernetzen und ihre Erfahrungen auszutauschen. Das aktuelle Regionaltreffen Süd fand im Krankenhaus Rummelsberg in Schwarzenbruck statt, einem von der Conterganstiftung geförderten Kompetenzzentrum. Rummelsberg bietet umfassende ambulante und stationäre Behandlungs- und Beratungsmöglichkeiten für Menschen mit Conterganschädigung. Das Treffen im Landkreis Nürnberger Land bot die Gelegenheit, den Kontakt zum Heilbad Krumbad zu vertiefen, einem zweiten Kompetenzzentrum im Süden Deutschlands. Seit 2023 stehen beide Kliniken im regen Austausch.

Zur Begrüßung hießen Maximilian Herrmanns, Referent der Geschäftsführung, und Dr. Frank Kerling, Ärztlicher Leiter des Epilepsiezentrums in Rummelsberg und des MZEB (Medizinisches Behandlungszentrum für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schwerer Mehrfachbehinderung) die Gäste willkommen. Angereist war eine Delegation der Conterganstiftung, darunter die Vorstände Dieter Hackler und Margit Hudelmaier in Doppelfunktion als gleichzeitige Vorsitzende des Landesverbands Baden-Württemberg. Ebenfalls vor Ort waren Vertreterinnen und Vertreter der Betroffenenverbände Bayerisches Contergangeschädigten-Hilfswerk und der Ortsverband der Contergangeschädigten Pforzheim e.V. 

Vorstellung neuer Kliniken und spezialisierter Versorgung

Der Fokus lag auf der Vorstellung der Neuerungen im Krankenhaus Rummelsberg, insbesondere der Gründung zweier Kliniken für Gastroenterologie sowie für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Die jeweiligen Chefärzte Dr. Adrian Vizireanu und Sven Henne stellten die Einrichtungen persönlich vor.
Das Krankenhaus Rummelsberg verfügt über ein breites Spektrum an medizinischen Therapiemöglichkeiten der Disziplinen Neurologie, Innere Medizin, Psychotherapie, Orthopädie, Urologie und Gynäkologie. Ein spezialisiertes Angebot hält die Klinik im Bereich Orthopädie vor, mit den Bereichen Primäre Endoprothetik, Wechsel- und Spezialprothetik, Wirbelsäulenchirurgie sowie Neuroorthopädie und Fußchirurgie – alles bedeutsame Spezialgebiete für Menschen mit Conterganschädigung.

Spezialisierte Infrastruktur und Neubauprojekt

Im Rahmen eines Rundgangs durch das Haus besichtigten die Besucherinnen und Besucher die Räumlichkeiten des MMK sowie ein speziell ausgestattetes Behandlungszimmer für Menschen mit Conterganschädigung. Rummelsberg verfügt aktuell über zwei solcher Zimmer, die mit besonderen Hilfsmitteln wie einem an der Zimmerdecke angebrachten Patientenlifter, einem Dusch-WC und einem Anziehhaken an der Wand ausgestattet sind. Margit Hudelmaier, Vorstand der Conterganstiftung, zeigte sich begeistert: „Mit den Mitteln der Stiftung konnten hier modernste Hilfsmittel angeschafft werden, die Patientinnen und Patienten mit Conterganschädigung den stationären Aufenthalt erleichtern und zur Wohlfühlqualität erheblich beitragen.“, lobte Vorständin und Vorsitzende des Landesverbandes Baden-Württembergs.
 

„Mit den Mitteln der Stiftung konnten hier modernste Hilfsmittel angeschafft werden, die Patientinnen und Patienten mit Conterganschädigung den stationären Aufenthalt erleichtern und zur Wohlfühlqualität erheblich beitragen.“

Margit Hudelmaier, Vorständin der Conterganstiftung

Außerdem präsentierten die Gastgeber das zukunftsweisende Neubauprojekt, in das die Zimmer für Menschen mit Conterganschädigung voraussichtlich im ersten Quartal 2027 umziehen werden. Die Ausstattung war im Vorfeld mit dem Betroffenenverband Bayern abgestimmt worden. Alle Teilnehmenden zeigten sich beeindruckt von der spezialisierten Infrastruktur. Der themenbezogene Austausch zum Wohle der Patientinnen und Patienten mit Conterganschädigung weiter intensiviert werden.